Ein Dach für Haina
Ein Dach für Haina
Ein Dach für Haina
Wir reparieren Hütten bauen Häuschen für haitianischen Familien in der Dominikanischen Republik

Hier, in den Bajos de Haina, leben unsere Leute
Das riesige Gebiet zwischen Autobahnen, stillgelegten Fabrikanlagen und dem Meer ist Niemandsland, genauer: es ist Land, das niemandem gehört, oder von dem niemand weiss, wem es gehört. Menschen, die auf der Flucht vor Hunger und Armut in die Hauptstadt ziehen, landen unweigerlich in diesem Niemandsland und tragen dazu bei, dass die Slums von Haina rasch wachsen.
Für Leute aus Haiti ist es besonders schwierig, dort ein Stück Boden zu erobern. Sie haben den abweisenden, brutalen Rassismus der Dominikaner zu ertragen und werden von den eigenen Landsleuten mit einem Steinhagel empfangen, denn jeder Neue verkleinert den ohnehin schon kleinen Kuchen, den es dort zu verteilen gibt.
In der Regel kommen die Menschen mit leeren Händen an und suchen sich zuerst das Material zusammen, das es braucht, um einen Unterschlupf zu bauen: Bretter, Kartons und Plastiktücher.
Dort und mit diesen Leuten reparieren wir Hütten und bauen Häuschen.



Für Josefina,
zum Beispiel
Sie wohnt einige Tage in der Hütte einer befreundeten Familie, bis man sie rausschmeisst. Dann macht sie sich auf den Weg und sucht einen neuen Unterschlupf und so weiter.
Alle sind sich einig: Josefina braucht eine eigene Hütte.



Auf dem Weg zum Bauplatz

Es ist unerlässlich, sich vor Arbeitsbeginn mit dem zuständigen Tigre in Verbindung zu setzten. Ein Tiger? So werden in Haina die Bandenführer genannt. Sie stellen im Quartier die Regeln auf und sorgen dafür, dass sie eingehalten werden. Wenn der Tigre mit dem Kopf nickt, dann können wir bauen und dabei das ganze Baumaterial Tag und Nacht auf dem Platz liegen lassen. Es kommt kein Nagel weg. Wenn der Tigre nicht konsultiert wird, ist es unmöglich zu bauen: wenn am Abend die Mauer steht, dann ist sie am andern Morgen sicher spurlos verschwunden.

Hier hat es einmal jemand mit einem Häuschen versucht und ist auf der Strecke geblieben. Wir ‘schenken’ Josefina das Grundstück samt den Grundmauern.

Wir bestehen darauf, dass die Empfängerinnen eines Häuschens beim Bau mitarbeiten. Josefina schleppt Armierungseisen an.

Die Jugend aus der Nachbarschaft hilft beim Betonmischen.

Judelin hat offenbar die Bauleitung.

Wenn es um Mauern und Böden geht, empfiehlt es sich, einen Haitianer anzuheuern. Sie sind Naturtalente.

...

Josefina wird elektrisches Licht in ihrem Häuschen haben. Der kritische Teil der Elektrifizierung ist die Verbindung des Häuschens mit einer Stromleitung in der Nähe.

Josefina hilft dem Europäer beim Zuschneiden des Türrahmens

...

Rohbau

Die dankbare Josefina

Eine Flasche Rum und eine Bachata zur Einweihung

...
Und so weiter ...

Die Küche hinter der Hütte
Zwar kochen viele Familien im Freien. Trotzdem, hier liesse sich mit wenig Aufwand einiges verbessern.

Schieflage
Die selbstgebaute Hütte ist zwar ein Bijou, aber der bevorstehende Zusammenbruch lässt sich mit ein paar Stecken und Stangen nicht aufhalten. Das schöne Häuschen ist nicht zu retten.

Auf halbem Weg
Einigen gelingt es, mit der Zeit ein paar Bausteine aufzutreiben, vielleicht sogar vier Mauern hochzuziehen. Dann kommt der grosse Stillstand - und die Resignation. Warum den Stubenboden eben machen, wenn das Häuschen mehrmals im Jahr unter Wasser steht? – Da werden wir die Mauern um einen Meter in die Höhe ziehen und dann die Wohnfläche entsprechend anheben müssen.
Wir sind dankbar für jede finanzielle Unterstützung!
Die effektiven Kosten eines Standard-Häuschen belaufen sich auf 8'000 bis 10'000 USD. Reparaturen und Anpassungen sind von Fall zu Fall verschieden.
Bitte überweisen Sie Ihren Beitrag auf unser Postkonto:
prosol, 4153 Reinach BL
IBAN CH55 0900 0000 6120 9379 4
Kontonummer 61-209 379-4
Übrigens, die gespendeten Beträge können von den Steuern abgezogen werden.
Herzlichen Dank für Ihren Beitrag!
